Slytherin's Dungeon
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Dec 30, 2009, 8:51pm




Slytherin's Dungeon :: Hetero-Fanfictions :: Rating T (ab 13 bis 15 Jahre) :: Hermione Granger/ Draco Malfoy :: Uninvited (one-shot)
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 AuthorTopic: Uninvited (one-shot) (Read 115 times)
DiamondOfOcean
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 Uninvited (one-shot)
« Thread Started on Oct 27, 2007, 4:44pm »
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Titel: Uninvited

Autor: DiamondOfOcean

Beta: Wer mich kennt, kann sich diese Frage selbst beantworten ;-) I mog koan Beta hom :-P

Pairing: Hermione Granger/ Draco Malfoy (höhö, mal wieder was Unslashiges °g°)

Rating: irgendwas zwischen K+ und T

Genre: Romanze, Drama

Summary: „Ich war dir verfallen und das wusstest du.“ HGDM, one-shot

Disclaimer: Ihr seid alle nicht dumm und wisst, was mir und was JKR gehört. Charaktere ihrs, Plot meins. Oh, und der Songtext gehört Alanis Morissette.

Widmung: Tja, für eine Person, die ich dummerweise sehr vermisse, auch wenn ich das nicht sollte. Habt ihr schon mal gehofft, obwohl eigentlich keine Hoffnung mehr da ist? Das ist eine merkwürdige Kombination... Ich wünsche mir wirklich, dass es dir gut geht.

Uninvited


09. November 2006

Als du wieder vor meiner Türe standest, stellten sich mir die Nackenhaare auf und ein Schauer durchlief mich. Ich wusste genau, was du hier wolltest, doch es wahrzunehmen, zu realisieren war eine andere Sache.

„Es regnet“, sagtest du nur.

Daraufhin nickte ich lediglich, trat beiseite und ließ dich hereinkommen. Der Regen war schon lange vorüber, er diente nur als eine weitere Ausrede, um zu mir zu kommen. Es nieselte nur mehr, für dich wäre es ein Leichtes gewesen, nach Hause zu kommen, selbst ohne das Apparieren wärst du schnell gewesen.

Aber das war es nicht, was du wolltest. Was du wolltest, stand nun vor dir. Was du wolltest, das war ich, jedoch übte nur mein Körper eine Anziehungskraft auf dich aus, nicht aber mein Innerstes. Natürlich nicht, du warst ein Malfoy. ’Malfoys lieben nicht, Malfoys machen so etwas wie Beziehungen nicht’ hatte Ginny mir immer gepredigt, doch ich hatte nicht auf sie hören wollen.

Und nun war es um mich geschehen. Ich war dir verfallen und das wusstest du. Eben dieses Wissen nutztest du aus, wann immer dir danach war. Und es verletzte mich, jedoch hielt mich besagter Schmerz nicht davon ab, dich jedes Mal aufs Neue hereinzulassen, den üblichen Smalltalk zu führen, bis es dir zu blöd wurde und wir miteinander schliefen. Dass du am nächsten Morgen nicht neben mir aufwachen würdest, schwebte mir immerzu im Hinterkopf.

So war es immer und es würde auch nie anders sein. Wie auch jetzt. Wir saßen uns im Wohnzimmer gegenüber; ich hatte die Beine übereinander geschlagen, um unbewusst Distanz zu wahren.

„Also“, setztest du an.

„Also“, wiederholte ich ohne Ambition, ein vernünftiges Gespräch zu beginnen.

„Erzähl... wie ist es dir in den letzten Tagen ergangen?“

Ich schnaubte leise. „Du meinst, seit du mich das letzte Mal in der Früh hast alleine lassen.“ Das war es nicht, was ich hatte sagen wollen, es war einfach aus mir herausgebrochen. Ich war doch sonst nicht so emotional bei der Sache, wenn du anwesend warst; meine Gefühle wusste ich für gewöhnlich gut zu verbergen, doch selbst in meinen Ohren klang meine Aussage überraschend verletzt. Aber du ließest dir nichts anmerken, lediglich deine Stirn runzelte sich kurz, bevor du nicktest.

„Nun“, Wut schwang unverkennbar in meiner Stimme mit, „bestens. Eine kleine Erkältung hat mich ans Bett gefesselt, aber sonst...“ Ich ließ den Satz unvollendet, es gab nicht mehr zu sagen.

„Und dein Studium? Läuft das gut?“

Ich bejahte. “Meine Prüfung zur Heilerin habe ich bestanden. Am Montag in vierzehn Tagen darf man mich offiziell Doktor Granger nennen.” Ich lachte, ohne jegliche Freude zu empfinden. „Das klingt ungewöhnlich, nicht wahr?“

“Allerdings, aber herzlichen Glückwunsch. Feierst du?”

„Eher nicht. Harry ist im Auftrag des Ministeriums unterwegs, Ron ist im Urlaub und besucht Charlie und Ginny hat als Reporterin genug am Hut.“

„Feier’ doch mit mir.“ Du zwinkertest mir zu.

Einen Moment lang regte ich mich nicht, war verblüfft über dein Angebot, doch dann deutete ich dein Grinsen als schelmisch und vertrieb den Gedanken sofort wieder, auch nur darüber nachzudenken. „Klar, hol’ mich morgen Abend um acht ab, wir gehen essen“, spottete ich aggressiv.

Deine linke Augenbraue schoss in die Höhe, wie sie es immer tat, wenn du etwas als merkwürdig empfandest. „Was hast du denn heute?“, verlangtest du zu wissen. „Habe ich dich bei irgendwas gestört? Soll ich wieder gehen?“ Du standest auf, schrittst um den Glaswohnzimmertisch herum, der zwischen uns stand, und setztest dich neben mich auf das Rattansofa. Es ächzte und knarrte unter dem neuen Gewicht auf.

Wütend funkelte ich zu dir, hatte mich schon längst damit abgefunden, mich heute nicht im Zaum halten zu können. „Warum überspringen wir den Smalltalk nicht einfach und springen gleich in die Kiste? So wird es doch sowieso enden.“

Erstaunen stand in dein Gesicht geschrieben. „Ich...“, fingst du an, deine Hand legte sich auf meinen Oberschenkel. Du räuspertest dich. „Ich bin nicht gekommen, um mit dir zu schlafen.“

„Ach nein? Stimmt ja, ich vergaß, es regnet und du wolltest dich nur wo unterstellen.“

„Hermione“, sagtest du fest, „ich bin gekommen, um mit dir zu reden, aber anscheinend habe ich mir dazu einen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht. Ich werde mich dann wieder auf den Weg machen.“ Du beugtest dich zu mir herüber, um mir einen Kuss zu geben, aber ich drehte meinen Kopf weg. Ich konnte ein leises Schmunzeln hören, bevor ich deine Lippen auf meiner Wange spürte. „Bis demnächst“, meintest du zum Abschied, drehtest dich am Absatz um und verließest meine kleine Wohnung.

Ich blieb verwirrt zurück. Für mich klang das wie ein Abschied für immer, auch wenn du ’bis demnächst’ gesagt hattest. Der Gedanke, dass dies bestimmt der Wahrheit entsprach, stimmte mich traurig, doch gleichzeitig durchströmte mich eine Welle der Erleichterung. Vielleicht war es besser so...


x-x-x-x-x


Like anyone would be
I am flattered by your fascination with me
Like any hot-blooded woman
I have simply wanted an object to crave
But you, you're not allowed
You're uninvited
An unfortunate slight



x-x-x-x-x



10. November 2006


Die folgende Nacht war eine Qual gewesen. Ich hatte nicht schlafen und mich nicht einmal mit einem Buch ablenken können. Nichts lenkte mich ab, Konzentration war mir im Moment fremd. Eigentlich wollte ich mir heute einen gemütlichen Abend mit Wein und Pizza vor dem Fernseher machen, aber ich wusste jetzt schon, dass meine Gedanken im Hinterkopf woanders sein würden.

Zumindest hatte ich es schon auf das Sofa geschafft und den Fernseher angemacht. Die Pizza war frisch aus dem Ofen und dampfte noch ein wenig; ihr Duft stieg mir in die Nase und ließ mir unweigerlich das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Uhr zeigte viertel nach acht, vielleicht würde jetzt ein amüsanter Fernsehfilm spielen.

Als ich jedoch nach dem ersten Pizzastück greifen wollte, klopfte es an der Türe. Und ich musste wohl nicht groß erwähnen, wer vor mir stand, als ich die Türe geöffnet hatte. Du trugst einen dunkelgrauen maßgeschneiderten Anzug, der im Kontrast zu deinen hellgrauen Augen und deinem weißblonden Haar stand. Ich konnte nicht leugnen, dass du unglaublich gut aussahst.

„Was willst du hier?“, fragte ich kühl und machte keine Anstalten, dich einzulassen.

Du runzeltest die Stirn. „Acht Uhr, oder?“ Das umwerfende Lächeln, welches du zur Schau trugst, verursachte ein kurzweiliges, aber heftiges Kribbeln in meiner Magengegend. „Tut mir Leid für die Verspätung.“

Auch ich runzelte die Stirn. „Wovon sprichst du?“

„Wir wollten doch essen gehen und deinen Studiumsabschluss feiern.“ Ein Zwinkern folgte auf diese Aussage und ließ mich erstarren. Das war dein Ernst gewesen? Ich hatte dein Angebot als Ironie angesehen.

Bevor ich meiner Verwirrung Ausdruck verleihen konnte, meintest du: „Du siehst ja nicht gerade ausgehfertig aus.“ Du lachtest und mustertest amüsiert meinen etwas zu großen Jogginganzug. Ich konnte nicht verhindern, dass ich leicht errötete. „Du hast nicht erwartet, dass ich wirklich kommen würde, oder?“ Ich schüttelte perplex den Kopf. Du meintest es jetzt doch nicht etwa wirklich Ernst? „Tja, jetzt bin ich aber da.“

Du gingst an mir vorbei und direkt in mein Schlafzimmer. Mit einem entsetzten „hey!“ lief ich dir hinterher und entdeckte dich vor meinem Schrank darin wühlend. „Hier“, grinstest du, zogst ein weinrotes Cocktailkleid mit Wasserfallausschnitt heraus und legtest es auf mein Bett. „Zieh das an, ich warte solange.“ Als du ins Wohnzimmer gehen wolltest, bliebst du noch einmal neben mir stehen. „Hi erst mal.“ Ein kleiner Kuss auf meine errötete Wange und schon warst du aus meinem Zimmer verschwunden.

Verblüfft blieb ich zurück, dann breitete sich ein Grinsen auf meinem Gesicht aus, von dem ich nicht einmal selbst wusste, ob es nun ironisch, spöttisch oder belustigt war. Kopf schüttelnd und noch immer grinsend ging ich auf das Bett zu und schlüpfte schnell in die von dir zurechtgelegte Abendgarderobe. Etwas dezente Schminke war flink im Bad aufgelegt und schon konnte ich mich dir präsentieren. Es war mir nicht möglich, deinen funkelnden Blick zu deuten, doch er schien mir nicht abschätzig zu sein.

„Auf geht’s, ich habe schon ein Restaurant für uns ausgesucht.“ Wie unbewusst ergriffst du meine Hand und führtest mich zu einem Italiener, der zwar ganz in der Nähe meiner Wohnung war, den ich allerdings noch nie entdeckt hatte. „Man übersieht leicht die guten Dinge im Leben, auch wenn man sie direkt vor der Nase hat.“ Ich runzelte innerlich die Stirn, da es mir so vorkam, als bezögen sich deine Worte nicht ausschließlich auf dieses Restaurant. Ich nickte.

Das Restaurant war ganz im venezianischen Stil eingerichtet, an den Wänden hingen alt wirkende Gemälde. Wir setzten uns an einen massiven Holztisch in einer gemütlichen Ecke. Als ich meinen Blick hob und in dein Gesicht blickte, überraschtest du mich mit einem undurchschaubaren Lächeln und ich wusste nicht, was ich davon halten sollte. Zum Glück unterbrach uns der Kellner, indem er uns die Speisekarten brachte. „Wissen Sie schon, was Sie trinken möchten?“, fragte er in feinem Englisch, aber mit unüberhörbar italienischem Akzent. Er schien sich schwer mit der englischen Sprache zu tun.

Du warfst mir einen fragenden Blick zu, doch als ich nur unmerklich mit den Schultern zuckte, wandtest du dich wieder an den Ober: „Cameriere ci porta per favore una bottiglia di Chardonnay“, bestelltest du auf Italienisch und der Ober schien erleichtert zu sein. Ein charmantes Lächeln später war er verschwunden und du sahst wieder mich an. „Ich hoffe, das ist okay für dich.“

„Natürlich“, versicherte ich knapp. Wenn ich ehrlich war, war das mehr als okay für mich, denn für gewöhnlich trank ich keinen so teuren Wein wie Chardonnay. Dennoch konnte ich dein merkwürdiges Verhalten nicht nachvollziehen. Erst tauchtest du piekfein hergerichtet bei mir auf und sahst einfach unglaublich aus, dann ludest du mich auch noch in ein teures Restaurant ein. Was du wohl sonst noch vorhattest? Und vor allem: Warum tatest du das?


x-x-x-x-x


Must be strangely exciting
To watch the stoic squirm
Must be somewhat heartening
To watch shepherd need shepherd
But you, you're not allowed
You're uninvited
An unfortunate slight



x-x-x-x-x



„Du sprichst also Italienisch? Wie kommt’s?“, wollte ich wissen, als der Weißwein gebracht wurde; auch mein Gesichtsausdruck verriet mein ehrliches Interesse.

Du sahst mich mit hoch gezogenen Augenbrauen an, als wäre die Antwort auf meine Frage mehr als offensichtlich. „Als Malfoy hat man vor der Hogwartszeit keine unbeschwerte Kindheit und so ’durfte’ ich die meine mit Sprachenlernen verbringen.“ Sein Blick verdüsterte sich.

„Welche Sprachen sprichst du denn noch?“, fragte ich neugierig.

Dir schien das Thema nicht zu behagen, da es auf deine strenge Erziehung hinwies. „Die Allerweltssprachen wie Französisch, Spanisch, Griechisch und Deutsch, außerdem noch Russisch und ein wenig Thailändisch.“

Meine Augen weiteten sich, da ich geplättet war. Dass du sehr schlau warst, hatte ich schon immer gewusst, doch ein solches Sprachgenie war mir selten untergekommen. Bevor ich jedoch meiner Bewunderung kundtun konnte, fragtest du mich, was ich denn essen wollte. Der abrupte Themawechsel erstaunte mich, doch ich nahm ihn ohne Worte hin. Ich sagte dir, was ich wollte und schon winktest du den Ober an unseren Tisch.

Seinen Notizblock zückend fragte er: “Per primo che cosa prendete?

Per la signora Prosciutto con melone e per me un Carpaccio.” Du wartetest, bis der Kellner sich alles notiert hatte, dann fuhrst du fort: “Per il secondo abbiamo scelto l’orata con riso e spinaci e per me un Saltimbocca.” Dann klapptest du die Speisekarte zu und überreichtest sie dem Ober.

Va bene“, meinte dieser und schritt Richtung Küche.

„Also dann, Hermione“, du schenktest noch etwas Wein in beide Gläser nach, „stoßen wir doch mal auf deine bestandene Prüfung. Nochmals herzlichen Glückwunsch.“ Du hieltest mir dein Glas hin und wartetest darauf, dass ich mit dir anstieß, was ich nach kurzem Zögern auch tat. Dein Verhalten verwirrte mich nicht nur, es machte mich auch misstrauisch.

„Danke.“ Ich schenkte dir ein kleines Lächeln, ehe ich an dem Wein nippte - er war besser als die Weine, die ich kannte. Meine Haltung dir gegenüber war kühler als ich es mir vorgenommen hatte, doch ich wollte eine gewisse Distanz wahren und dich nicht weiter an mich herankommen lassen.

Bis das Essen kam, unterhielten wir uns über Merlin und die Welt. „Buon appetito“, wünschte uns der Kellner, nachdem er die Vorspeise vor uns gestellt hatte.

Buon appetito, bella donna“, sagtest du und ich konnte nicht verhindern, dass eine tiefe Röte in mir aufstieg, denn ich verstand auch ein paar Worte. Ich konzentrierte mich darauf, die Hitze in meinem Gesicht zu ignorieren, da ich mir nicht die Blöße geben wollte, mich erreichbar zu geben.

„Guten Appetit“, wünschte ich dir und dein Lächeln wurde zu einem ausgewachsenen Grinsen. Ich beachtete es nicht.

In diesem Lokal lernte ich es erst, was es hieß, Prosciutto zu lieben, denn das, was ich hier zu essen bekam, war besser als das, was man in der Nobelgegend drei Straßen weiter bekam. Und auch dein Carpaccio war geschmackvoll zubereitet, dass es beinahe zu schön zum Ansehen war, um es zu essen.

„Gut?“, fragte ich dich und du nicktest, ehe du ein Stück von deinem Carpaccio auf die Gabel tatest und zu mir herüberstrecktest.

„Probier’ ruhig.“ Zögerlich musterte ich die Gabel, dann dich. „Ist schon nicht vergiftet“, zwinkertest du und schobst mir die Gabel dann einfach in den Mund, als ich diesen öffnete, um etwas zu erwidern. „Und?“

„’Gut’ ist ja noch untertrieben“, schmunzelte ich; ich war begeistert von der Leistung dieses Restaurants. Wie hatte ich jahrelang in derselben Straße wohnen können, ohne es zu bemerken? Du lachtest und ich merkte, wie mein Widerstand langsam schmolz. Es war gefährlich, dass ich allmählich auftaute, aber ich hatte dir noch nie widerstehen können – das schien ein ungeschriebenes Gesetz zu sein.

Auch der Hauptgang gehört zum Besten, was mein Mund je zu schmecken bekommen hatte. Der Fisch war köstlich zubereitet, sodass die ebenfalls vortrefflichen Beilagen völlig in den Hintergrund rutschten. Und ohne dass ich etwas sagen musste, botest du mir eine Gabel von deinem Saltimbocca an. Während dem Essen amüsierte ich mich sehr mit dir; ich konnte gar nicht glauben, wie schnell der Abend vorüberzog. Mir kam es vor, als hätten wir uns gerade erst gesetzt, als der Ober auch schon nach dem Hauptgang fragte: „Che posso servire per il terzo?

Du fragtest mich erst gar nicht, sondern bestelltest einfach das, von dem du wusstest, dass ich es liebte: „Per lei Panacotta e per me Tiramisu.“ Der Kellner nickte freundlich und eilte wieder zur Küche.

„Du kennst mich gut“, stellte ich überrascht fest.

„Ich bitte dich, selbst in Hogwarts hast du gerne Panacotta gegessen. Es würde mich nicht wundern, wenn du in der neuen Ausgabe der ’Geschichte von Hogwarts’ stehen würdest - als die schlauste Hexe aller Zeiten, die für Panacotta sogar Bücher verbrannt hätte.“


x-x-x-x-x


Like any uncharted territory
I must seem greatly intriguing
You speak of my love like
You have experienced love like mine before
But this is not allowed
You're uninvited
An unfortunate slight



x-x-x-x-x



„Also, Draco, warum sind wir wirklich hier?“, wagte ich zu fragen, nachdem wir unsere Nachspeise verzehrt hatten. Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass auch diese wirklich ausgesprochen gut gewesen ist.

Du schütteltest deinen Kopf. „Nicht hier.“

„Wo dann?“, beharrte ich.

Du überlegtest einen Moment lang, bevor du sprachst: „Lass uns zu mir gehen, dann erkläre ich dir alles“, flüstertest du mir zu, ehe deine Stimme lauter wurde und du mit dem Finger schnipstest: „Il conto per favore.“ Während du die Rechnung zahltest, starrte ich dich an. Das waren ja ganz neue Töne, denn ich war bisher noch nie bei dir gewesen.

Arrivederla e buona serata”, verabschiedete sich der Keller überfröhlich und ich wollte gar nicht wissen, wie hoch sein Trinkgeld ausgefallen war.

Grazie altretanto“, meintest du zum Abschied und ergriffst wieder wie aus Gewohnheit meine Hand. Ich überspielte die aufkommende Überraschung und ließ mir somit nichts anmerken. Dass du so weit von mir entfernt wohntest, hatte ich nicht gewusst. Ich hatte immer gedacht, du würdest einen Katzensprung von mir weg wohnen, doch es waren schon ein paar Kilometer, welche wir schweigend nebeneinander hergingen.

„Wir sind da“, unterbrachst du auf einmal die Stille, als wir in einer sehr teuer aussehenden Gegend angekommen waren. Warum war ich nicht auf den Gedanken gekommen, dass du nur hier wohnen konntest? Du sperrtest die Haustüre auf und leitetest mich die Marmortreppen hinauf in den zweiten Stock, wo du deine weiße Wohnungstüre aufschlossest.

Langsam trat ich hinter dir ein und blickte mich erst einmal um. Deine Wohnung war hell, jedoch wirkten die ganzen weißen Wände sehr kalt. Auch die Gemälde im Gang konnten nichts an dieser Kälte ändern. Im Wohnzimmer standen ein schwarzes Ledersofa und davor ein kleiner Glastisch. Die metallenen Bücherregale waren zwar modern, unterstützten aber nur den unterkühlten Eindruck.

Plötzlich spürte ich Hände auf meiner Hüfte, gefolgt von heißem Atem auf meiner Halsbeuge, ehe sich dein Mund auf diese setzte. Ich seufzte. Waren wir jetzt schon soweit, dass du mich zum Essen einludest und dann deine Belohnung anfordertest? Dachtest du, so spränge mehr für mich heraus? Wie äußerst sozial von dir... Innerlich rollte ich mit den Augen, dann drehte ich mich in deinen Armen um und blickte dich fest an. Du schienst meinen Blick als Aufforderung anzusehen, denn deine Lippen legten sich sanft auf die meinen.

Der darauf folgende Kuss war anders als jeder, den wir bisher geteilt hatten. Er war gefüllt mit Zärtlichkeit, nicht mit Hast oder Übereifer. Deine Zunge bat nach einer Weile zaghaft um Einlass und auch wenn ich es nicht wollte, konnte ich nicht anders, als dir diesen zu gewähren. Doch auch unser Zungenspiel ließ den Kuss nicht hektischer werden.

Ich merkte, wie du dich bewegtest und mich langsam zurück auf das Sofa drängtest. Es war genauso hart wie es aussah, doch das war das Letzte, worauf ich mich konzentrieren konnte. Aber überraschender Weise brachst du den Kuss ab und entferntest mich mit sanftem Druck von dir. Was hattest du denn jetzt schon wieder?

„Hermione, ich wollte mir dir reden“, erinnertest du mich an den Grund, warum wir überhaupt hier waren. Ohne etwas zu sagen, richtete ich mein Oberteil wieder zurecht und nickte anschließend. „Ich schätze, es ist das Beste, wenn ich nicht um den heißen Brei herumrede. Es ist ganz einfach so, dass... dass mir unser Verhältnis nicht ausreicht. Ich will mehr.“

Ich starrte dich an. Ich wusste nicht, was ich von deinem Geständnis halten sollte. Meintest du es auch so oder war das nur wieder einer deiner perfiden Scherze?

Als ich nichts erwiderte, fuhrst du fort: „Ich weiß, dass du es mir vermutlich nicht glauben wirst, aber ich empfinde mehr für dich als ich für eine ’Affäre’ empfinden sollte.“ Da hattest du Recht, ich glaubte dir nicht. Seit vielen Monaten war ich dir verfallen und du hattest diese Gefühle nie auch nur in irgendeiner Weise erwidert, warum solltest du das dann auf einmal doch tun? „Genau genommen... liebe ich dich. Und ich will, dass du meine Freundin bist.“ Zum ersten Mal seit du angefangen hattest, zu sprechen, wandtest du deinen Blick von mir ab und sahst auf deine Hände, während du auf eine Antwort wartetest.

In meinem Kopf ratterte es. Sollte ich nun ehrlich zu dir sein oder sollte ich schweigen und gehen? Nach einem inneren Kampf entschied ich mich für die Wahrheit. „Wenn es um mich selbst ging, war ich alles andere als ein Optimist, eher ein zu Pessimismus neigender Realist. Ich hätte nichts dagegen, wenn mehr aus uns wird, aber was mich immerzu begleitet, ist die Angst vor einer Enttäuschung. Meine Beziehungen haben bisher immer in einem Desaster geendet und ich wurde ausgenutzt und verletzt. Ich habe es nicht verdient, dass mir das nochmals geschieht, daher hat mich die Zeit vorsichtig werden lassen.“

Ich hielt inne und überlegte, was ich noch sagen konnte. „Vielleicht rede ich mir meine Ängste auch ein. Vielleicht sind meine Beziehungen deshalb schon von Vornherein zum Scheitern verurteilt. Sich auf Gefühle einzulassen, ist schwer, besonders für mich, die nie wirklich mehr als freundschaftliche Zuneigung empfunden hat.“

Du sahst mich wieder an und ich wollte den Schmerz, den ich in deinen Augen lesen konnte, nicht wahrhaben. „Hermione... ich kann dir keinen Garantieschein für eine harmonische und ewig währende Beziehung geben, aber wir haben eine reelle Chance, dass es lange halten wird. Ich bin mir sicher, dass wir uns gegenseitig auch mal verletzen - ob beabsichtigt oder versehentlich - und dass sich immer wieder neue Abgründe auftun werden, aber dieses Wissen kann eine feste Bindung auch retten. Ich weiß jedoch, dass ich dich ehrlich liebe und dass ich nicht weiterhin ohne dich sein will. Bitte, Hermione, sei Mein.“

„Ich...“, meine Stimme brach ab, also räusperte ich mich und sprach krächzend weiter, „ich kann das jetzt nicht entscheiden, Draco. Bitte gib mir noch etwas Zeit... bitte...“ Du sahst niedergeschlagen aus, als ich aufstand, weshalb ich meine Tränen herunterschluckte. „Ich melde mich bei dir“, sagte ich noch, dann schnappte ich mir meine Jacke und stürmte aus deiner Wohnung, die Türe schloss ich nicht hinter mir. Auf der Straße angekommen konnte ich die Tränen nicht zurückhalten und begann zu weinen.

Monatelang warst du mein Traum gewesen, meine Welt hatte sich nur um dich gedreht, und jetzt, wo du in greifbarer Nähe warst, durchströmten mich gewaltige Zweifel. Warst du der Richtige für mich? Würdest du mich nicht eher unglücklich als glücklich machen? Waren deine eben gestandenen Gefühle überhaupt wahr? Ich rannte die Straße entlang und war erstaunt, wie schnell ich mich vor meiner Haustüre wiederfand. Diese sperrte ich auf, lief in den dritten Stock, öffnete auch meine Wohnungstüre und schmiss mich in mein Bett. Meine Tränen waren noch lange nicht versiegt.


x-x-x-x-x


I don't think you’re unworthy
I need a moment to deliberate



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17. Dezember 2006

Dieser verhängnisvolle Abend war nun mehr als einen Monat her und ich hatte mich noch immer nicht bei dir gemeldet; aus Angst, dir meine Liebe zu gestehen und dann zu erfahren, dass du es dir anders überlegt hattest. Ich wusste, dass ich mit dir zusammen sein wollte, das war mir in einer der vielen schlaflosen Nächte klar geworden, aber ich wollte das Risiko einer erneuten Enttäuschung nicht eingehen. Auch du hattest dich nicht bei mir gemeldet. Ob du wohl noch immer auf mich wartetest? Das bezweifelte ich irgendwie.

Ich quälte mich aus meinem Sofa heraus und zog mir in meinem Schlafzimmer eine Jeans und einen figurbetonten hellbraunen Pullover an. Auf den milden November war ein frostiger Dezember gefolgt, welcher es seit Stunden ununterbrochen schneien ließ. Wie ich mich schon darauf freute, jetzt einkaufen zu gehen.

Ich griff nach meiner dicksten Winterjacke, öffnete die Türe und lief fast in dich hinein. „Was willst du denn hier?“, fragte ich perplex.

„Was ich will?“, schnaubtest du. „Ich will eine Entscheidung, ich will dich wiedersehen, ich will... dich.“

Ein Seufzen entwich mir. Und plötzlich wusste ich ganz genau, was ich wollte. „Dir ist hoffentlich klar, dass wir uns oft zoffen werden, bis die Fetzen fliegen?“

„Mit dir streitet es sich eben am besten“, gabst du von dir und dein Gesichtsausdruck hellte sich auf. „Ti amo.“

Ich lachte. „Unglaublich, aber wahr: Ich liebe dich auch.“ Und der Kuss, denn wir danach teilten, würde der letzte meines Lebens als Single sein.


Ende



Ich hoffe, es sind keine Italiener unter euch, die mir jetzt vorhalten können, wie falsch das italienische Gelaber von Draco ist °lach° O:-)

Hoffe, es hat gefallen? Zumindest irgendwo? o.O

°knuffs°
Dia

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Nieder mit der Schwerkraft, es lebe der Leichtsinn! :)

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mariacharly
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 Re: Uninvited (one-shot)
« Reply #1 on Nov 8, 2007, 10:57pm »
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Da fehlt doch was?

Stimmt, der Review-Link ;)!

http://www.diamondofocean.proboards104.c....read=1194182505
« Last Edit: Nov 8, 2007, 10:58pm by mariacharly »Link to Post - Back to Top  IP: Logged

Lebe lieber ungewöhnlich ...
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